Ein toller Tag

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Ich kann jetzt Erntedankfest feiern, soviel hat der Garten dieses Jahr hergegeben: eine üppige Kartoffelernte, davon die dicksten Kartoffeln wie auch in den letzten Jahren vom Mulchbeet nach Margarete Langerhorst, Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Buschbohnen und Zwetschen. Ich habe schon den zweiten superleckeren Zwetschenkuchen gebacken. Die restlichen Früchte im Baum dürfen sich gern die Stare holen, die in den letzten Tagen zwitschernd und plaudernd im Nachbargarten gefuttert haben.

Heute haben I. und ich einen genussvollen Tag in Hamburg verbracht. Wir fuhren mit dem Auto, weil I. größere Dinge in die Wohnung ihrer Hamburger Freundin bringen wollte. Das war das einzige nicht so Genussvolle, denn natürlich gab es sowohl auf dem Hin- wie auch Rückweg die üblichen Staus. Gern mal wieder ein kleiner Seitenhieb auf die Elektro-Autofahrer, die sich für ökologische Menschen halten: die einzig ökologische Alternative zu Autos sind keine Autos!

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Bei Grüne Erde bestellte ich mir einen neuen Schafwollteppich für mein Wohnzimmer. Der alte stammt noch von meinen Großeltern und ist ungefähr so alt wie ich. Er löst sich allmählich auf. Dann gingen wir frühstücken ins Café Paris. Anschließend wurde ziemlich viel Geld für Kleidung ausgegeben (bei Marlowe nature und Paul und Piske) im Grindel- und im Schanzenviertel, zum Schluss ging es ins Karoviertel, wo es noch richtig urige kleine Läden gibt. Ich fürchte, das ist das nächste Viertel, das der Gentrifizierung zum Opfer fällt. Den Höhepunkt bildete der Besuch des Hamam. Was für ein Genuss, auf einem warmen Marmortisch liegend gründlich am ganzen Körper mit einem Peelinghandschuh bearbeitet und anschließend mit Wolken von Seifenschaum gewaschen zu werden. Danach gab es im Ruheraum Minzetee und etwas Leckeres zu essen und zum Abschluss einen türkischen Mokka, der genau die Süße hatte, die mir schmeckt (ich mag keine süßen Getränke). Als Rentnerin müsste ich eigentlich auf mein Geld achten, aber ich habe noch eine Rücklage, die ich jetzt auf den Kopf haue. Die Banken erwägen mittlerweile Negativzinsen und es gibt dann keinen Grund mehr zu sparen. Vielleicht sollte eine wieder auf den alten Sparstrumpf zurückgreifen.

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I. erzählte, was sie bei einem Rassismus-Seminar in Schwerin gelernt hat und mir wurde klar, wieviel kolonialistisches Denken in uns steckt. Auch die Idee von den unterschiedlichen Menschenrassen ist ein einziges Konstrukt: es gibt keine Rassen, es gibt nur Menschen und nach heutigem Erkenntnisstand stammen wir alle, egal welcher Haut- und Haarfarbe, von unseren Ureltern aus Afrika ab.

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